| Resultate Fritz 7: | |||
| Fritz 7 gegen ChessTiger 14: |
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| Fritz 7 gegen GambitTiger 2: |
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| Fritz 7 gegen GambitTiger 2 aggressiv: |
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| Fritz 7 gegen Hiarcs 7.32: | 7.0-3.0 |
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| Fritz 7 gegen Junior 6a: |
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| Fritz 7 gegen Junior 7: | 4.5-5.5 |
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| Fritz 7 gegen Shredder 5.32: |
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| Alle Partien |
Hiarcs 7.32 wurde glatt überspielt. Die Bilanz von +5 =4 -1 spiegelt den
Verlauf wieder, es war ein Spiel auf ein Tor.
In dem Match gegen Junior 7 glänzten beide Parteien durch hervorragende
Angriffsführungen. Durch eine dubiose Eröffnungsvariante in der 5.
Runde kassierte Fritz eine Niederlage mehr als Junior.
Auch mit Junior 6a hatte Fritz seine Probleme. Fritz konnte trotz dreier Siege
in Folge zu Beginn das Match nicht gewinnen, Junior 6a schlug in den letzten
sechs Partien mit 5:1 zurück. Positionelle Graupenzüge hatten Junior
zunächst Nachteile beschert, erst die vierte Partie markierte die Wende.
Fritz' Sieg in der siebten Partie passt zwar zu den anderen, doch die fünf
Siege Juniors zeigten einen wie ausgewechselt spielenden Junior.
Nachdem bereits beim Shredder 5.32-Test Fritz 7 mit 7.5-2.5 die Oberhand behielt,
konnte er sich auch diesmal durchsetzen. 6.0-4.0 das Ergebnis, insgesamt also
13.5-6.5. Dabei hatte Shredder nach fünf Partien noch mit 3:2 geführt,
doch vier saubere Siege in Folge kippten das Match.
ChessTiger 14 erwies sich wie erwartet als harte Nuß. Es gab nur zwei
Partien, die in weniger als 60 Zügen beendet wurden. In diesem Match gab
es zwei sehr beeindruckende Partien, Runde zwei und Runde vier, unbedingt nachspielen!
Zwischen Fritz 7 und GambitTiger 2 ging es ausgeglichen vor, wie es ausgeglichener
kaum sein kann. Von zehn Partien endeten satte acht remis, die anderen beiden
gewannen einmal Fritz und einmal GambitTiger. Etwas mehr vom Spiel hatte GambitTiger,
Vorteile liessen sich indes nicht ausmachen.
Für mich überraschend endete das Match Fritz 7 gegen GambitTiger 2
aggressiv mit 6.0-4.0. Überraschend deshalb, weil sich in meinem großen
Tiger-Vergleichstest diese Tiger-Version eigentlich als etwas stärker erwies
als die anderen Tiger-Versionen. Wer weiß, wie das Ergebnis nach 50 oder
100 Partien lautet, aber als Fritz nach sechs Partien mit 5.0-1.0 vorne lag,
wunrderte ich mich schon etwas. Doch Tiger konnte in den letzten vier Partien
durch ein 3.0-1.0 noch gute Ergebniskorrektur betreiben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Fritz meiner Meinung nach weniger
wild, dafür fundierter spielt. Mit weniger wild ist an dieser Stelle gemeint,
dass Fritz für offenes Figurenspiel nicht gleich jede Schwächung der
eigenen Bauernstruktur in Kauf nimmt. Dafür ist der Vorwärtsdrang
ausgeprägter geworden. Fritz 7 ist zwar noch kein GambitTiger und auch
noch kein Junior, doch dann kommt schon Fritz an nächster Stelle bezüglich
Angriffsdrang und Ausgewogenheit der Angriffe. Ich bilde mir auch ein, eine
bessere Freibauernbehandlung erkennen zu können. Im Endspielbereich gibt
es definitiv Fortschritte, wie z.B. anhand der vierten Partie gegen ChessTiger
14 (wie bereits oben erwähnt) erkennbar ist. Ich bezweifle, dass ältere
Fritz-Versionen dieses Endspiel, dann auch noch gegen den Endspiel-König
Tiger, gewonnen hätten.
Knapp 53% erspielte sich Fritz 7, 37 Punkte aus 70 Partien. 20 Partien davon
waren mit der "alten" CD-Version gespielt, gegen Hiarcs 7.32 und Junior
7, die restlichen 50 mit der neueren Version Fritz 7a. Das ist kein berauschendes
Resultat, bei dieser Konkurrenz jedoch keine Enttäuschung. Gegen die Tiger
50%, nur gegen beide Junior gab es jeweils eine knappe Niederlage. Angesichts
der immer noch recht wenigen Partien sind Aussagen über die Spielstärke
bei weitem nicht fundiert genug, um halbwegs gesicherte Erkenntnisse vorweisen
zu können. Zweierlei ist jedoch klar:
1. Fritz 7(a) ist kein Überflieger. Trotz erst 70 Partien ist nicht anzunehmen,
dass nach 500 oder 1000 Partien gut über 60% von Fritz 7(a) erspielt werden.
2. Fritz 7(a) verfügt über einen wesentlich interessanteren Spielstil
als die Vorgängerversionen und fängt langsam an, Schach zu spielen.
Ich war früher nie ein Fritz-Freund, der war mir immer zu sehr Klötzchenschieber
und Pfuscher. Doch seit DeepFritz ist Frans Morsch offenbar auf dem richtigen
Wege. DeepFritz hat eine recht gut fundierte Stellungsbewertung mit entsprechend
sinnvollen Zügen (nicht immer, aber oft genug, um das sagen zu können),
und Fritz 7(a) wurde mit mehr Vorwärtsdrang und verbessertem Endspiel ausgestattet.
Oder kurz und prägnant: Fritz fängt an mir zu gefallen.
Stand: 14.12.2001 07:00