Hier bei handelt es sich ausschliesslich um meine persönliche Meinungen. Sie basieren auf meine perönlichen Erfahrungen durch Benutzung und beobachtete Partien. Selbstverständlich versuche ich dabei, neutral, objektiv und firmenunabhängig zu bleiben. Erkaufte oder beeinflusste Meinungen durch Firmenspenden wird es hier nicht geben. Detaillierte Tests und Berichte bitte ich der Fachpresse zu entnehmen.
| ChessBase 8 |
Zu ChessBase 8 kann ich nicht sonderlich viel sagen, meine Informationen beschränken sich auf Testberichte in diversen Schachzeitschriften. Funktionell ist wohl nicht sonderlich Neues hinzugekommen, was allerdings auch anhand der Fülle der Funktionen, die bereits die Version 7 beinhaltet, recht schwierig ist. An der Optik und Bedienung wurde hauptsächlich gearbeitet, die Internet- und Multimedia-Funktionen erweitert. Endlich ist auch eine Stellungssuche innerhalb von Varianten möglich. Ob die vielen kleinen Verbesserungen den Update-Preis von DM 180 rechtfertigen, muss jeder für sich entscheiden. Ich konnte mich noch nicht dazu durchringen, DM 180 sind kein Pappenstil. Mir obliegt es leider nicht, eine nähere Beschreibung zu liefern oder eine Empfehlung abzugeben, ich verweise diesbezüglich auf die Fachpresse. Update (September 2001): Ich habe kürzlich das ChessBase 8 Update erworben und werde an dieser Stelle demnächst darüber berichten. |
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| Auch ChessAssistant 6 gehört zu den Programmen, die nicht in meiner Sammlung zu finden sind. Zum Herumspielen ist es mit DM 300 einfach zu teuer. Von daher verweise ich ebenfalls auf die Fachpresse. | Anfang | |||
| Ich habe mich noch nicht lange mit der ChessAcademy beschäftigt, aber zwei Eigenschaften sind mir dennoch aufgefallen: Zum einen ist es recht unhandlich und kompliziert, eine eigene Datenbank anzulegen und eine Partie zu speichern, und zum anderen scheinen die Suchfunktionen in der mitgelieferten Datenbank mit einer stolzen Grösse von 1,7 Millionen Partien von exzellenter Güte zu sein. Dies betrifft sowohl die Suchgeschwindigkeit als auch die Qualität der Suchergebnisse. Die mitgelieferten Winboard-engines sind einfach zu aktivieren und für eine taktische Hintergrundanalyse absolut ausreichend. Aus den anderen Berichten geht hervor, dass die Lernmodule ebenfalls sehr gut sein sollen. Man kann also die ChessAcademy für all diejenigen empfehlen, die in erster Linie mit der mitgelieferten Datenbank und den Lernmodulen arbeiten wollen. Für alle, die auch eigene Datenbanken erstellen, verwalten, benutzen und editieren wollen, steht eine ordentliche Umgewöhnung ins Haus, denn einfache, logische und handliche Funktionen wie z.B. das Anlegen einer neuen Datenbank fehlen schlicht und ergreifend in den Menüs. | Anfang | |||
| Der Chessmaster 8000 spaltet die Geister. Durchwachsene Ergebnisse und Partien sorgen für eine Unsicherheit der Computerschächer, ob der 8000er besser ist als der alte getunte Chessmaster 6555 (Einstellungen siehe Startseite). Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass zwei Faktoren eine nachteilige Beurteilung verursachen: 1. Das Eröffnungsbuch lässt immer noch zu wünschen übrig. 2. Gibt bzw. gab es Probleme mit der Bedieneroberfläche, die Informationen falsch an die engine weitergegeben hat. Ich werde aber versuchen, nach Beendigung meines Turniers dem Chessmaster 8000 auf den Zahn zu fühlen. Den Ergebnissen der schwedischen Rangliste SSDF möchte ich jedenfalls nicht so recht glauben, vor allem nicht dem Ergebnis gegen Fritz 6, was einem Debakel gleicht und den Absturz mit verursacht hat. Da in meinen Augen Fritz 6 bzw. die Chessbase-Oberfläche die beste Buchlernfunktion implementiert hat, spiegelt das dortige Ergebnis vermutlich nicht die wirklichen Verhältnisse wider. | Anfang | |||
| Ich besitze mal die Dreistigkeit und werfe Fritz und DeepFritz in einen Topf. Die Charakteristika beider Spielstile sind ziemlich gleich. Ich bezeichne Fritz als den Meister des Pfuschs. Fritz spielt teilweise positionell grausame Partien, die einen jeden Schachspieler nur mit dem Kopf schütteln lassen. Auf der anderen Seite ist Fritz aber taktisch so sicher, dass offene Stellungen sein Metier sind und er dementsprechend auch offene Stellungen anstrebt. Dafür nimmt er eben auch positionelle Nachteile in Kauf, was sich jedoch oftmals gar nicht negativ auswirkt. Interessant für Menschen ist, dass Fritz das Programm ist, das man am ehesten mit Anti-Computer-Strategien, wie z.B. dem bekannten Trojaner, aushebeln kann. Ich selbst habe mich einmal nach Lektüre eines entsprechenden Artikels in der Computerschachzeitschrift ChessBits daran begeben. Nach zwei erfolglosen Versuchen gelangen mir jedoch recht einfach zwei Siege in Folge. Wer nähere Informationen dazu braucht oder sich Beispielpartien ansehen möchte, den verweise ich auf Eduard Nemeth, dessen Partiensammlumg umfasst inzwischen etliche Partien. Auch wenn ich Fritz wegen des Hauen-und-Stechen-Stils nie wirklich mochte, so kann man dessen Erfolg bei Computer-MATCHES nicht abstreiten. Auffallend ist dennoch, dass Fritz sehr selten Computer-TURNIERE gewinnt, dafür aber in der schwedischen SSDF-Rangliste seit geraumer Zeit an der Spitze steht. Der Unterschied ist klar: In der SSDF werden lange Matches zwischen zwei Programmen gespielt, oftmals 40 Partien. Daraus kann man nun folgern, dass sich Fritz mit längerer Matchdauer immer mehr auf den Gegner "einstellt". Oder in der Computerschachsprache: Der Lernalgorithmus scheint ausgefeilter und/oder effektiver zu sein als bei der Konkurrenz. Das führt jedoch zu Fehlinterpretationen bzgl. der eigentlichen Stärke der engine. Womit ich Fritz die vorhandene Spielstärke nicht abspreche, sondern nur die scheinbare Überlegenheit in Frage stelle. | Anfang | |||
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Junior zählt für mich seit Version 5 zu den stärksten Programmen. Er wird oftmals unterschätzt wegen seiner hohen Geschwindigkeit und deshalb oft als dumm = unsympathisch abgestempelt. Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen. Wer jemals selbst gegen Junior gespielt oder ihn bei Hintergrundanalysen eingesetzt hat, wird verstehen, was ich meine. Vor allem, wenn es dem gegnerischen König an den Kragen geht, spielt Junior sehr erfindungsreich, stellt mit jedem Zug eine neue Drohung auf und lässt dem Gegner keine Möglichkeit zum Luft holen. Par excellence! Und wenn er auch noch mit dem Läuferpaar spielt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass er die Partie verliert...die wird er eher gewinnen. Raumgreifendes, dynamisches Spiel, das ist die Domäne des "Kleinen". | Anfang | ||
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Der neue Junior 7 scheint einiges aggressiver zu spielen als die Vorversion Junior 6.
In den Partien, die ich bislang in meinem Turnier gesehen habe, ist das jedoch nicht
sehr erfolgreich, Junior verliert mit 3.0-7.0 deutlich gegen ChessTiger 14.
Klar, es ist möglich, dass a) ChessTiger ein oder der Angstgegner des neuen Junior ist (Junior 6 war allerdings das einzige Programm, das ein 10-Partien-Match gegen ChessTiger 14 gewann!) b) noch nicht genug Partien gespielt und Junior 7 hatte bislang nur etwas Pech c) Junior 7 ist einfach schwächer als Junior 6 Momentan kann ich noch nicht sagen, wozu ich tendiere ( c) will ich einfach nicht glauben). Es ist offentsichtlich, dass sich Junior einen feuchten Kehricht um sein Material schert, er lässt es oftmals einfach stehen, um Initiative, Tempo oder Angriff zu bekommen. ChessTiger ist aber so sicher, dass diese Angriffe erfolgreich abgewehrt werden und der Materialvorteil in einen Sieg umgemünzt wird, viermal allerdings reichte es für Junior zu einem Remis, obwohl er materiell hinten lag. Vielleicht ist Junior's Spiel ja erfolgreicher gegen andere Programme? Das ist zunächst einmal ein erster Eindruck und ich muss zugeben, ich bin neugierig, wie das 10-Partien-Match gegen GambitTiger ausgeht, ob sich da die Bilder zum ChessTiger gleichen oder ein ganz "anderer" Junior seine Vorzüge zur Geltung bringt. |
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Trotz seines Alters von 1,5 Jahren zählt Hiarcs noch immer zu den Top-Programmen. Grund hierfür ist sicherlich sein solides positionelles Spiel. Das heisst nicht, dass man von Hiarcs nur langweilige Partien sieht. Ganz im Gegenteil! In meinem Turnier hat Hiarcs z.B. in einer Partie einen ganzen Turm für vier Bauern im Gewinnsinne geopfert! Nach spannendem Verlauf endete die Partie zwar Remis, aber sie zeigt, welche Qualitäten in Hiarcs stecken. Ein Programm, das in keiner Sammlung fehlen sollte. | Anfang | ||
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In der Referenzliste für Schachprogramme, der SSDF, schneidet Nimzo 8 sogar schlechter ab als seine Vorgängerversion. Ob dem so ist, mag ich nicht beurteilen. Fakt ist, dass sich bei Nimzo 8 Genialität und Stümpertum zeigen, wobei leider letzteres nach meinen Beobachtungen öfter auftreten. Um eine ausgewogene Bewertung einer Stellung zu bekommen, sollte man sicher ein anderes Programm zu Rate ziehen, zu flatterhaft geht Nimzo zu Werke. Ich muss auch zugeben, dass mir Nimzo ohne "Gesicht" erscheint. Alle anderen Programme haben irgendwelche Charakteristika. GambitTiger der ungetüme Angreifer, ChessTiger der positionell und taktisch sichere "Karpov", Shredder der Stratege. Bei Nimzo sehe ich sowas nicht, keine Partieanlage, kein Plan o.ä. erkennbar, lediglich ein Gestochere im Trüben. Allerdings ist das Eröffnungsbuch wie immer bei Nimzo allererster Güte. | Anfang | ||
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Noch ziemlich neu ist Shredder 5.32, der erste Shredder unter der ChessBase-Firmenflagge. Von der Funktionalität her ist also der einheitliche Standard sämtlicher ChessBase-Programme (Fritz, Junior, Nimzo, Hiarcs) vorhanden und bedarf keiner besonderen Erwähnung mehr. Die engine hat meinem Eindruck nach gegenüber der Version 4 gut zugelegt, was vor allem den Punkt Sicherheit im Mittelspiel angeht. Hatte bislang der ChessTiger in diesem Metier die Nase vorn, so muss er sich diesen Platz nun mit Shredder teilen. Was ich bislang von Shredder gesehen habe, macht einen sehr ausgewogenen Eindruck, auf jeden Fall eine Empfehlung von mir! In meinem Turnier schlägt er sich sehr gut. Nach einem 4.0-6.0 gegen Chess Tiger, das bis auf die letzten beiden Partien ein sehr ausgewogenes Match war, zieht er jetzt wohl gegen Gambit Tiger alle Register seines Könnens und führt bereits mit 5.5-1.5. Das sieht schon sehr gut aus, und ich bezweifle, dass es ein anderer Gegner ebenfalls schafft, Gambit Tiger so in die Bedrouille zu bringen. Einziges Manko bei Shredder ist das Eröffnungbsuch, es ist nicht auf Shredder abgestimmt, sondern das gleiche, das auch schon für die ChessBase-ChessTiger erstellt wurde. Bei ChessBase ist man offenbar der Meinung, dass entweder dieses Buch gut genug ist, oder dass Shredder so gut ist, dass man sich nicht die Mühe machen muss, extra ein neues Buch für zu erstellen. Wenn ich mir so anschaue, was Shredder gegen die Tiger trotz dieses Buches abliefert, so scheinen sie Recht zu haben... | Anfang | ||
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Der ChessTiger 13 hatte als erstes Amateurprogramm seinerzeit auf Anhieb den Sprung an die Spitze der schwedischen SSDF-Liste geschafft. Die Ansprüche an die Nachfolgeversion sind dann entsprechend hoch. Doch der ChessTiger erfüllt sie auf jeden Fall. Das ausgewogene, sichere (auch taktisch; ich habe noch keine Partie gesehen, in der der ChessTiger taktisch ausgehebelt wurde) Mittelspiel ist die Voraussetzung für das gefährliche Endspiel. Im Endspiel ist der ChessTiger kaum zu bezwingen, da hat er auch dem vielgelobten Shredder noch was voraus. Das typische ChessTiger-Spiel verläuft normalerweise so: Es gibt eine Eröffnung, ein Mittelspiel ohne viele Verwirrungen, und im Endspiel zeigt der Tiger seine Krallen. Wenn der Gegner gut ist und das Endspiel nicht misshandelt, wird die Partie remis, ansonsten gewinnt der Tiger. Schon beeindruckend. Absolutes Referenzprogramm, das höchstens durch den neuen Shredder 5.32 Konkurrenz bekommen hat, aber da sind noch weitere Tests nötig. | Anfang | ||
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Der GambitTiger war anfangs als Zugabe zum ChessTiger gedacht, nur so zum Spass. Nun, aus Spass wurde ernst, und es ist nicht so recht klar, ob der GambitTiger nicht sogar besser ist als der Bruder ChessTiger. Laut SSDF ist er es sogar, wenn auch nur knapp. Er besticht teilweise durch geniale Angriffsführung, es lassen sich einige faszinierende Partien finden. Allerdings überzieht er schon mal die Stellung oder verliert den Faden. So wechseln sich Höhen und Tiefen ab, wobei die Höhen absolut überwiegen und für so manche Verlustpartie absolut entschädigen. Dennoch, der Einbruch in meinem Turnier gegen Shredder 5.32 ist nicht zu verleugnen, da ist Ursachenforschung angebracht. Daher gebe ich momentan wieder dem ChessTiger den Vorzug, dessen Spiel und Bewertung ausgewogener, reeller sind. Bewertungssprünge wie bei GambitTiger gibt es dort nicht. | Anfang | ||
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Rebel Century leidet darunter, dass es sich hierbei immer noch um ein DOS-Programm handelt und aus diesem Grund nicht mehr die Poplularität früherer Zeiten geniesst. Zusätzlich erschweren Probleme mit dem autoplayer Testpartien gegen andere Schachprogramme. Auch verursacht der autoplayer immer wieder Verhalten, die die Rechengeschwindigkeit drastisch reduzieren und damit die Spielstärke negativ, nicht den Tatsachen entsprechend, beeinflussen. Dabei ist Century ein sehr starkes Programm, das bislang die beste Leistung in Computer-Mensch-Partien vorzuweisen hat (bei Turnierbedenkzeit) In Turnieren, bei denen Century manuell bedient wird und somit den negativen Effekten des autoplayers nicht ausgesetzt ist, zeigt er immer wieder seine Klasse. Dies gilt besonders im druckvollen Mittelspiel, die Zentrums- und Bauernbehandlung sind vom feinsten, was das Computerschach zu bieten hat. Und ähnlich wie Junior lässt Century den gegnerischen König im Mittelspiel selten entkommen, wenn er erst einmal angefangen hat, ihm ans Leder zu flicken. Überraschend dann jedoch die Erkenntnis, dass es Century bei der eigenen Königssicherheit nicht so ganz genau nimmt. Schafft man es, Century's König unrochiert in der Brettmitte festzunageln (vorzugsweise, wenn Century Schwarz hat), braucht Century eine ganze Weile, bis er merkt, dass er schlechter oder gar auf Verlust steht. Was mich persönlich noch stört ist die unflexible Bedenkzeiteinstellung. Die weit verbreitete Turnierbedenkzeit 40 Züge in 2 Stunden plus eine halbe oder eine Stunde für den Rest der Partie ist nicht möglich. Da Ed Schroeder bereits angekündigt hat, dass er jetzt die Portierung auf Windows erfolgreich geschafft hat und Ende des Jahres die Windows-Version von zumindest Rebel Century 3 unter der ChessPartner-Oberfläche (wird bereits für die beiden Tiger verwendet) erscheinen wird, sollten sich die o,a, Probleme in Luft auflösen und Century wieder dort landen, wo er einmal war und wo er auf jeden Fall hingehört, nämlich weit oben. | Anfang | ||
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Ein kleiner Überblick über die Spielstärke, die Spielstile und meine
bevorzugten Programme: Chess Tiger, Junior, Shredder, Rebel Century und DeepFritz
setzen sich leicht ab von der Konkurrenz, wobei ich in dieser Gruppe von einer
Spielstärke spreche. Eventuell setzen sich der Tiger und Shredder etwas ab, wenn,
dann aber so marginal, dass es eigentlich nicht erwähnenswert ist. Dahinter
folgt eine Gruppe, bestehend aus Hiarcs, Gandalf, Nimzo, Fritz, GambitTiger und
Chessmaster. Der Abstand zwischen den beiden Gruppen ist jedoch gering, von
einem Klassenunterschied braucht man gar nicht zu reden. Was die Spielstile angeht, so
bevorzuge ich ordentlich vorgetragene Angriffe. Ohne Rangordnung sehe ich sie bei
GambitTiger, Junior, Rebel Century und dem Chessmaster. Brauche ich einen Rat bei einer
eher geschlossenen oder strategischen Stellung, sind die Programme meiner Wahl eindeutig
ChessTiger und Shredder 5.32. Deren Bewertung liegt sehr selten daneben. Kauftipp: Aus diesen Pools kann man nun getrost auswählen, ohne Angst haben zu müssen, sich falsch entschieden zu haben. Von der Spielstärke sind sie uns allen überlegen. Es geht hier nur um Spielstil, Analysefähigkeiten und Benutzeroberfläche. Wem die Benutzeroberfläche, gepaart mit Analyse- und Datenbankfunktionen sehr am Herzen liegt, der kann getrost aus dem Angebot der ChessBase-Programme auswählen. Hier ist wirklich nur das Programm auszuwählen, dessen Spielstil für einen persönlich am besten geeignet ist. Alle anderen und "Freaks" haben ebenfalls die angenehme Wahl zwischen Chess- mit GambitTiger unter der ChessPartner-Oberfläche (angepasstes Buch! und Rebel Century enthalten!), Shredder 5 (eigene Benutzeroberfläche, angepasstes Buch!) und der verspielten Chessmaster-Oberfläche. Ergänzung: Dieses Resumee bezieht sich ausschliesslich auf kommerzielle Schachprogramme. Es gibt selbstverständlich auch Freeware-Programme, die unter der am weitesten verbreiteten Freeware-Oberfläche WINBOARD laufen. Da Winboard nicht an die kommerziellen Benutzeroberflächen heranreichen kann und die Einbindung der Freeware-Programme in Winboard recht umständlich ist (per Texteditor in INI-Dateien Einträge vornehmen bzw. ändern), sind sie nicht Gegenstand meiner Betrachtung. Weiterführende Informationen zu Winboard sind unter anderem zu finden auf der Homepage von Frank Quisinsky. Die Internetadresse ist zum Beispiel in der Linksammlung bei Gambitsoft verzeichnet. |
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Noch ein Wort zum Thema Kopierschutz: Vorweg: 100% Kopierschutz gibt es nicht. Es handelt sich lediglich um Kopierhindernisse, die ein halbwegs versierter Computerprofi recht einfach überwinden kann. ChessBase verwendet bei ihren Produkten (ChessBase, Fritz, Junior, Nimzo, Hiarcs, Shredder 5.32 und dem ChessBase-Tiger) einen physikalischen Kopierschutz, der in Form eines Ringes auf der beschriebenen Seite der CD sichtbar wird. Die Original-CD wird bei der Installation abgefragt und wenn zum ersten Mal die Hintergrundanalyse gestartet wird. Zusätzlich kann es passieren, dass wenn auf dem PC sowohl ChessBase 7/8 als auch ein anderes ChessBase-Produkt installiert sind, sich jedoch in unterschiedlichen Verzeichnissen befinden, vor allem die engines (die Recheneinheit des Schachprogramms), und in ChessBase 7/8 als Analyse-Engine zur Verfügung stehen soll, die Original-CD erneut abgefragt wird. Beim Chessmaster ist kein physikalischer Kopierschutz vorhanden, jedoch muss sich zu jedem Programmstart die erste der beiden Original-CDs im CD-Rom-Laufwerk befinden. Das ist ziemlich lästig, zumal es problematisch wird, wenn sich der Laufwerksbuchstabe des CD-Rom-Laufwerks ändert. Das Programm sucht nämlich die Original-CD weiterhin in dem bekannten Laufwerk. Einen antiquierten Kopierschutz bietet die ChessAcademy. Sie wird mit einer kopiergeschützten Installationsdiskette plus CD ausgeliefert. Von der Diskette können 30 Programminstallationen durchgeführt werden, danach muss der Händler oder Vetreiber kontaktiert werden. Weiterhin werden bei vielen Operationen auf und mit der Datenbank CD-Abfragen durchgeführt, so dass sich bei der Programmbenutzung die Original-CD im CD-Rom-Laufwerk befinden muss. Vorbildlich der Kopierschutz beim Rebel 11 Paket (Rebel Century 3, Chess Tiger 13 und Gambit Tiger 1.0, die neuesten Versionen ChessTiger 14 und GambitTiger 2 kann man sich als registrierter Benutzer auf der Rebel-Support-Seite kostenlos herunterladen). Es gibt keinen. Lediglich eine Registriernummer wird bei der Installation benötigt. Ansonsten wir man nie wieder belästigt. Das nenne ich vorbildich. | Anfang |