Permanent Brain Test


Aktuelle Mitteilung: Da sich offenbar diverse Engines nicht an die vorgegebenen Einstellungen halten (permanent brain aus), wurde der Test abgebrochen und wird nicht mehr aufgenommen! (Harald Faber, 28.09.2002)


Turnierbedingungen

Turniertabelle
Die Idee und die
Hintergründe dieses Tests
Idee des Turniers ist eine möglichst gute Annäherung daran, ob und wenn ja wie gravierend sich die Ergebnisse und Rangfolgen unterscheiden zwischen

a) Jedes Programm bekommt einen eigenen PC und spielt mit Permanent Brain gegen ein anderes Programm, welches ebenfalls auf einem eigenen PC mit Permanent Brain läuft.

b) Wie a), jedoch beide Programme ohne Permanent Brain

c) Beide Programme spielen auf einem PC ohne Permanent Brain gegeneinander

Variante a) ist auf allen Vor-Ort-Turnieren anzutreffen, b) spielt kaum jemand, denn wenn man schon zwei PCs einsetzt, macht es keinen Sinn, auf die stärksten Einstellungen zu verzichten, und c) ist die am weitesten verbreitete Variante, weil die Mehrzahl der Computerschachfreunde entweder nur über einen PC verfügt oder wenn zwei PCs vorhanden sind, diese sich von der Prozessorgeschwindigkeit zu deutlich unterscheiden. Und zu gerne hoffen die Verfechter der Variante c), dass deren Ergebnisse allgemeingültig sind und sich nicht (oder nicht gravierend) von Variante a) unterscheiden, was den Testaufwand klar reduzieren würde. Demgegenüber stehen meines Erachtens tatsächlich die Ergebnisse der Vor-Ort-Turniere, die nur selten die Rangfolge der Variante c) ergeben. Jedoch gibt es mehr oder weniger berechtigte Einwände:
- Die Anzahl der Partien, die in Variante c) absolviert werden, sind um ein vielfaches höher.
- Bei den Vor-Ort-Turnieren werden ausschliesslich Spezialversionen eingesetzt, seien es Experimentalversionen des Schachmotors oder (vermeintlich?) optimierte Eröffnungsbücher.
Dagegen ist anzumerken, dass die Anzahl der Partien zwar um ein x-faches höher ist, die Bedenkzeit ist jedoch nur selten mit Variante a) vergleichbar. In a) wird fast ausschliesslich mit 40 Zügen in 120 Minuten plus Rest in 60 Minuten gespielt. In c) sind die bevorzugten Bedenkzeiten 3-Minuten-Blitz, 5-Minuten-Blitz, 10-Minuten-Blitz, 15-Minuten-Blitz (auch schon mal als Aktivschach bezeichnet), 30-Minuten-Blitz (ebenfalls Aktiv- bzw. Schnellschach) und nur selten 60-Minuten-Blitz oder noch längere Bedenkzeiten. Aus diesen Gründen, unterschiedliche Hardware und unterschiedliche Bedenkzeiten, ist es meines Erachtens mehr als Vermessen, aus Ergebnissen der Kategorie c) eine allgemeingültige und auch für a) korrekte Spielstärkeeinschätzung vorzunehmen.
Bisher hat sich noch niemand die Arbeit gemacht, die gleichen Programme unter gleichen Bedingungen in dieser Form zu vergleichen. Also ist es wohl einmal mehr an mir, meine These zu untermauern oder mich eines besseren belehren zu lassen...


Stand: 15.08.2002 07:00